[Intro] Asche an den Händen, nicht alles kam von dir. Ich wasch sie nicht im Regen ab, ich trag sie offen hier. [Verse 1] Im Hof verbrennen alte Briefe, der Rauch zieht flach zum Tor hinaus. Ich steh daneben, ohne Tränen, und halte meine Finger aus. Da sind Sätze, die ich sagte, weil ich zu stolz zum Bleiben war. Da sind Türen, die ich zuschlug, viel zu laut und viel zu klar. [Pre-Chorus] Ich war nicht nur die, die blutete, ich war auch Messer, Wand und Stein. Wer sich zurückholt aus den Trümmern, muss ehrlich mit den Trümmern sein. [Chorus] Asche an den Händen, ich heb sie in das Abendrot. Ich nenn mich nicht mehr unschuldig, doch auch nicht länger tot. Asche an den Händen, sie färbt mir Haut und Kleid. Ich trag, was mir gehört davon, und lass den Rest der Zeit. [Verse 2] Die Stadt riecht nach verbranntem Papier, nach kaltem Ruß und Eisenstaub. Ein Fenster schlägt im leeren Flur, als hätte es mir nicht geglaubt. Ich seh mich schreien vor Jahren dort, mit Augen hell vor falschem Sieg. Ich wollte Recht, ich wollte Schutz, und baute Mauern bis zum Krieg. [Pre-Chorus] Jetzt fällt kein Urteil aus dem Himmel, kein Chor spricht mich von allem frei. Ich steh nur hier mit schwarzen Händen, und geh an meiner Schuld vorbei. [Chorus] Asche an den Händen, ich heb sie in das Abendrot. Ich nenn mich nicht mehr unschuldig, doch auch nicht länger tot. Asche an den Händen, sie färbt mir Haut und Kleid. Ich trag, was mir gehört davon, und lass den Rest der Zeit. [Drum Build-up] Der Wind reißt Funken aus dem Kreis, sie fliegen hoch und sterben klein. Ich seh ihnen nach und weiß: Auch Fehler können endlich sein. [Heavy Bridge] Keine Krone ohne Dreck, keine Würde ohne Wunde. Keine Wahrheit ohne Blick in die eigene dunkle Stunde. Ich knie nicht nieder vor der Schuld, ich stell sie neben mich. Sie darf erinnern, darf nicht herrschen, nicht über mich. [Final Chorus] Asche an den Händen, ich heb sie in das rote Licht. Ich war verletzt, ich war gefährlich, doch verloren bin ich nicht. Asche an den Händen, sie bleibt ein Zeichen, keine Kette. Ich geh durch Rauch und offne Straßen, bis ich mich selbst errette. [Outro] Die Briefe sinken grau zusammen, der Hof wird still, der Himmel schwer. Ich reib die Hände nicht mehr sauber, ich brauch die Lüge nicht mehr.